USA und kein Ende.. Die Diskussionen und die Prozessschlacht in Kalifornien rund um die Gay Ehe gehen immer weiter. Die Regierung Schwarzenegger ist in der Zwischenzeit mit einem Antrag für das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe vor Gericht abgeblitzt. San Francisco kann in der Zwischenzeit auch die erste Promi-Hochzeit verkünden. Talk Masterin Rosie O’Donnell gab ihrer Langzeit-Lebenspartnerin Kelli Carpenter das Ja-Wort.
In den USA geht der Knatsch um die Homo-Ehe immer weiter. Nun hat sich das Thema der legalisierten, gleichgeschlechtlichen Hochzeit auch schon bis vor die Haustüre von US-Präsident George W. Bush ausgebreitet. Der Stadtverwalter des District of Columbia (Washington DC.), Robert Bobb, erklärte am vergangenen Freitag, dass in Washington die Beamten ebenfalls am Abklären seien, ob eine Legalisierung auch in der US-Hauptstadt möglich sei.
Als Bobb von der American University Radio Station WAMU interviewt wurde, erklärte er weiter, dass auch Anthony Williams, der Bürgermeister der Stadt, hinter diesem Anliegen stehe und seinerseits ebenfalls Abklärungen angeordnet habe. Neben Washington DC. ist man zur Zeit auch in Chicago damit beschäftigt die Einführung der Homo-Ehe zu prüfen. Eine kleine Stadt nördlich von New York City hat seit Freitag bereits 20 gleichgeschlechtliche Paare getraut. Zudem haben in der letzten Woche auch in einem Vorort von Albuquerque im Bundesstaat New Mexico bereits etwa 100 schwul-lesbische Paare legal geheiratet.
Rosie & Kelli O’Donnell
Auch in San Francisco geht das Heiraten munter weiter. Mittlerweile haben schon über 4000 schwul-lesbische Paare den Bund fürs Leben geschlossen. Darunter auch eines der berühmtesten Lesbenpärchen der USA: Rosie O'Donnell und ihre Langzeit-Lebenspartnerin Kelli Carpenter. Kurz vor der Trauungszeremonie erklärten die Beiden, dass sie schon lange vor hatten, irgendwann mal zu heiraten. Die entgültige Entscheidung hätten sie allerdings erst in dieser Woche getroffen, nachdem Präsident Bush erneut bekräftigte, dass er die Verfassungsänderung fordere, welche die Heirat von gleichgeschlechtlichen Paaren verbietet. Im Weiteren meinte O’Donnell, dass die Worte von Bush die grässlichsten und hasserfühltesten Worte waren, die je ein amtierender US-Präsident in der Öffentlichkeit von sich gab. Sie sagte weiter, dass sie der Stadt und vor allem auch dem Bürgermeister zu grossem Dank verpflichtet seien.
Die Zeremonie der Beiden fand unter Ausschluss der Medien statt. Doch als sie glücklich verheiratet aus dem Standesamt kamen, waren schon Hunderte von „Fans“ gekommen, welche Rosie und Kelli O’Donnell zuapplaudierten. Das Paar flog danach gleich wieder zurück nach New York, denn für die berühmte Talkmasterin Rosie O’Donnell rief die Arbeit wieder.
Abgeblitzt!
Vermutlich ganz zum Ärger von „Gouvernator“ Schwarzenegger will sich in Kalifornien mit Oakland City eine weitere Stadt San Francisco angeschliessen. Ein Mitglied des Stadtrates erklärte, dass er noch in diesem Monat einen Antrag an das Stadtparlament stellen werde, damit sich auch in Oakland ab sofort gleichgeschlechtliche Paare trauen können. Die Regierung Schwarzenegger ist in der Zwischenzeit mit einem Gesuch für ein sofortiges Verbot der Homo-Ehe vor Gericht gescheitert. Das oberste Gericht lehnte diesen Antrag von Justizminister Bill Lockyer am Freitag ab. Somit darf auch weiterhin geheiratet werden, und die bereits geschlossenen Ehen bleiben auch noch weiter gültig. San Franciscos Bürgermeister Gavin Newsom stellt sich nun immer mehr öffentlich gegen US-Präsident Bush. Er warf der Regierung in einer Ratssitzung Diskriminierung vor. Dabei wurde er von mehr als 1'000 Menschen unterstützt.
Die Debatte über die Homo-Ehe wird wohl in Kalifornien und auch in den restlichen Bundesstaaten nicht so schnell vom Tisch sein. Quelle: gay.ch
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